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Hausschuhe im Büro

s.Oliver HausschuheDicke Wollsocken und gefütterte Stiefel versprechen im Winter wohlige Wärme. Auf Dauer sorgt das wärmende Schuhwerk allerdings dafür, dass sich die Füße eingeengt fühlen und in Innenräumen vielleicht sogar zu schwitzen beginnen. Doch kann man im Büro einfach seine Straßenschuhe ausziehen und herkömmliche Hausschuhe tragen? Der nachfolgende Ratgeber erklärt die rechtliche Lage und an welche Etikette man sich im Büro besser halten sollte, um bei den Kollegen und Vorgesetzten nicht negativ aufzufallen.

Welche Schuhe dürfen aus rechtlicher Sicht getragen werden?

Hausschuhe im BüroAuch wenn es heute vielen Menschen wie eine Einschränkung der Freiheit vorkommt, hat der Arbeitgeber grundsätzlich das Recht dazu, den Mitarbeitern vorzuschreiben, welche Kleidung getragen wird. Zwar haben Arbeitnehmer das Recht auf einen eigenen Stil, dieses endet allerdings dort, wo der Arbeitgeber ein begründetes Interesse hat, Kleidervorschriften zu setzen. Wer zum Beispiel auf dem Bau arbeitet, muss entsprechende Schutzkleidung tragen. In der Bank oder beim Rechtsanwalt sollten Hemd und Hose beziehungsweise Bluse und Rock oder ein Kostüm getragen werden, um beim Kunden einen seriösen Eindruck zu hinterlassen. Gefährden Piercings, Ohrringe oder anderer Schmuck die Sicherheit der Arbeitnehmer, kann der Arbeitgeber das Tragen der Accessoires verbieten. Darüber hinaus sollten Mitarbeiter darauf achten, dass ihre Kleidung nichts Anstößiges an sich hat. Dazu zählen beispielsweise eine zu weiter Ausschnitt, ein zu kurzer Rock oder durchscheinende Stoffe. Sollte der Arbeitgeber keine Anweisung erteilt haben, welche Kleidung konkret im Büro getragen werden darf, so haben die Mitarbeiter hinsichtlich

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  • Stoffen,
  • Farben und
  • Mustern

freie Wahl. Aus diesem Grund ist gegen das Tragen von Hausschuhen aus rechtlicher Sicht nichts einzuwenden, da diese weder anstößig auf andere wirken noch die Arbeitssicherheit beeinträchtigen.

Was spricht für Hausschuhe im Büro?

Bevor man sich mit der Frage auseinandersetzt, ob das Tragen von Hausschuhen im Büro angemessen ist oder nicht, hat man sich wahrscheinlich mit den Vorteilen der Fußbekleidung befasst. Hausschuhe sind beispielsweise deutlich bequemer als herkömmliche Straßenschuhe. Sie engen den Fuß nicht ein und hinterlassen keine schmerzenden Druckstellen. Zudem muss man sich bei Hausschuhen keine Gedanken über schwitzende oder frierende Füße machen. Sorgen dicke Socken dafür, dass die Füße warm werden und schwitzen, kann man die Hausschuhe kurzerhand ausziehen und später wieder anziehen. Ebenso kann man sich im Winter einfach für wärmende Wollsocken entscheiden, die man einfach zusätzlich zu den bequemen Hausschuhen trägt.

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Hausschuhe sind nicht überall erwünscht

Auch wenn in vielen Büros immer mehr Zwänge und Vorschriften aufgebrochen werden, herrscht an den meisten Arbeitsplätzen immer noch eine bestimmte Etikette, die auch Einfluss auf die Kleiderordnung hat. Am Arbeitsplatz sollten Respekt und gutes Benehmen vorherrschen. Mit dem Tragen von Hausschuhen signalisiert man hingegen eher, dass man sich wie zu Hause und nicht wie am Arbeitsplatz fühlt. Je höher die Hierarchien sind, desto seltener wird man Hausschuhen im Büro begegnen. Nachfolgende Tabelle gibt einen ersten Einblick darin, wo das Tragen von Hausschuhen wahrscheinlich kein Problem darstellt und in welchen Bereichen man besser auf anderes Schuhwerk zurückgreift:

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Bereich/Unternehmen Hierarchien Hausschuhe?
Start-Ups Flache Hierarchien Ja
IT-Unternehmen Flache Hierarchien Ja
Büros in sozialen Berufen Weniger stark ausgeprägte Hierarchien Vom jeweiligen Betrieb abhängig
Redaktionsbüros, Journalismus Weniger stark ausgeprägte Hierarchien Vom jeweiligen Betrieb abhängig
Ämter Starke Hierarchien Nur bedingt
Rechtsanwaltskanzleien Sehr starke Hierarchien Nein
Finanzbranche Sehr starke Hierarchien Nein

Bei Kollegen erkundigen: Diese Tabelle dient aber nur zur groben Orientierung. Nur weil in der Unternehmensbeschreibung von „flachen Hierarchien“ die Rede ist, ist das kein Freifahrtschein für das Tragen von bequemen Hausschuhen. Ist man sich als neuer Mitarbeiter unsicher, ob man Hausschuhe tragen darf oder nicht, schaut man sich am besten das Erscheinungsbild der Kollegen an. Alternativ kann man sich natürlich auch direkt bei den Kollegen nach der herrschenden Kleiderordnung erkundigen.

Die Vor- und Nachteile von Hausschuhen im Büro

Schaut man sich noch einmal zusammenfassend die Vor- und Nachteile von Hausschuhen im Büro an, gibt es durchaus einige Pluspunkte, die für das Tragen der komfortablen Schuhe sprechen:

  • bequemer als Straßenschuhe
  • sauberer als Straßenschuhe
  • schwitzen und Frieren von Füßen lässt sich vermeiden
  • Arbeitnehmer fühlt sich freier beim Arbeiten

Folgende Nachteile sollten aber ebenso bedacht werden:

  • nicht in jedem Büro gern gesehen
  • beeinträchtigen eine professionelle Optik

Hausschuhe trägt man in erster Linie – wie der Name bereits andeutet – zu Hause. Werden die bequemen Slipper, Pantoffeln oder Crocs dennoch im Büro getragen, sollte man zumindest beim Kundenkontakt ansprechenderes Schuhwerk tragen. So bringt man dem Gegenüber den notwendigen Respekt entgegen und bewahrt ein professionelles Arbeitsverhältnis.

Beim Kauf der Hausschuhe Design und Muster im Blick haben

Heute ist der Verzicht auf bestimmte Kleidervorschriften in vielen Büros Gang und Gäbe. Wer mit seinen Hausschuhen dennoch nicht sofort negativ auffallen möchte, kann sich auch nach Schuhen umsehen, die erst bei genauerem Betrachten Aufschluss über ihre Funktion geben. Viele Hausschuhe sind inzwischen so designt, dass sie durchaus zu Hemd und Hose oder einem schicken Kostüm getragen werden können. Sehr gut eignen sich zu diesem Zweck beispielsweise bequeme Slipper, hübsche Mokassins oder gemütliche Sandalen im Sommer. Auch Loafer oder Boots- beziehungsweise Segelschuhe sind einerseits sehr bequem, anderseits schick und daher bestens fürs Büro geeignet.

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Bildnachweise: Leonid / Fotolia.com, Amazon/ s.Oliver

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