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Wenn der Schuh drückt – was tun?

Alberola HausschuheDie durchschnittliche Schuhgröße von Frauen ist Deutschland liegt zwischen 38 und 39. Das bedeutet zwar, dass ein Großteil der Frauen Sandalen, Stiefel und Schnürschuhe in den Größen 38 und 39 trägt, es gibt aber ebenso zahlreiche Damen, die viel kleinere oder deutlich größere Schuhe benötigen. Doch nicht nur hinsichtlich der Länge unterscheiden sich unsere Füße, auch die Breite variiert von Fuß zu Fuß. Weil ein optimal an den Fuß angepasster Schuh relativ teuer ist, hat die Modeindustrie vor vielen Jahren Einheitsgrößen eingeführt. Selbst wenn man jedoch bei den allermeisten Schuhen die Größe 38 trägt, passiert es immer wieder, dass neu gekaufte Schuhe drücken und Blasen verursachen. Nachfolgend erklären wir Ihnen, mit welchen Maßnahmen man kleine oder enge Schuhe dennoch tragen kann, ohne dass diese Schmerzen verursachen.

Zu kleine Schuhe sind keine Seltenheit

Wenn der Schuh drückt – was tun?Obwohl man seine eigene Schuhgröße perfekt kennt, passiert es immer wieder, dass neue Schuhe nicht optimal passen. Sie drücken beispielsweise an den Zehen, sind am Schaft zu eng oder besitzen eine zu kurze Länge. So kommt es beim Tragen der Schuhe früher oder später zu Blasen. Die Gründe für zu kleine Schuhe sind vielfältig. Obwohl es sich bei den Schuhgrößen in Europa eigentlich um Einheitsgrößen handelt, fallen die Schuhe hinsichtlich der Größe und Breite oftmals von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich aus. Bestellt man Schuhe im Netz, kann man diese nicht anprobieren, sodass die Produkte unter Umständen zu klein ausfallen. Ebenso leiden viele Menschen am Abend unter geschwollenen Füßen. Gerade im Sommer klagen Menschen, die lange auf einer Stelle stehen oder tagsüber viel Sitzen am Abend über dickere Füße, sodass die Schuhe eventuell zu klein sind und drücken. Das heißt allerdings nicht, dass zu kleine Schuhe grundsätzlich umgetauscht, im Schrank gelagert oder in die Altkleidersammlung gegeben werden müssen. Es gibt einige Tricks, mit denen man drückende Schuhe weiten kann.

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Besonders einfach: Dehnungsspray und Hausmittel

Leder ist ein beliebtes Material für Schuhe, da es sich im Laufe der Zeit dehnt, geschmeidig wird und eine angenehme Haptik sowie eine elegante Optik besitzt. Werden Lederschuhe allerdings über einen längeren Zeitraum hinweg nicht getragen, wird das Material sehr fest. Die Schuhe bieten dem Fuß weniger Platz, sodass es rasch zu Druckstellen und Blasen kommt. Eine Lösung stellen hier spezielle Schuhsprays aus dem Fachhandel dar. Diese Sprays werden einfach innen und außen auf die Schuhe aufgetragen. Es entsteht in der Regel ein feiner Schaum, der innerhalb weniger Minuten in den Schuh einzieht und das Leder wieder bequem und weich macht. Hochwertige Ledersprays schaden weder dem Schuh, noch der Gesundheit des Trägers. Um sicherzugehen, dass das Spray frei von Allergenen und gefährlichen Chemikalien ist, kann man jedoch professionelle Testberichte zurate ziehen. Sobald das Spray eingezogen ist und die Schuhe getrocknet sind, werden sie wie gewohnt angezogen und für mehrere Schritte getragen. In den allermeisten Fällen sollte sich das Schuhwerk nun einlaufen lassen. Bei Bedarf kann die Prozedur mit dem Lederspray jedoch mehrmals wiederholt werden.

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Sollte man ein solches Schuhspray nicht zur Hand haben, kann man alternativ auf Spiritus, hochprozentigen Alkohol oder heißes Wasser zurückgreifen. Die Schuhe werden mit dem jeweiligen Dehnungsmaterial von innen eingerieben und anschließend für mehrere Stunden getragen. Anfangs macht sich der Dehnungsprozess eventuell nicht gleich bemerkbar, im Laufe der Zeit wird man jedoch merken, die Druck im Schuh nachlässt und man in Zukunft nicht mehr unter lästigen Blasen an den Füßen leiden muss.

Nasses Zeitungspapier in die Schuhe stecken: Benötigt man die zu engen Schuhe nicht direkt, kann man sie auch über Nacht mit nassem Zeitungspapier ausstopfen. Damit sich die Schuhe ausreichend dehnen, ist es wichtig, genügend Papier hineinzugeben. Auf diese Weise spart man sich das Einlaufen und profitiert am nächsten Morgen von weicheren Schuhen.

Derselbe Effekt lässt sich ebenso mit Essig erzielen. Die Säure des Essigs sorgt dafür, dass das Leder nachgibt und der Schuh weiter wird. Ein weiteres Hausmittel, das gerne zum Dehnen verwendet wird, sind Kartoffeln. Diese werden roh aufgeschnitten und anschließend über das Leder gerieben. Noch größer ist der Effekt, wenn die Kartoffeln in kleine Stückchen geschnitten werden und mit etwas zerknülltem Zeitungspapier in die Schuhe gesteckt werden.

Schuhe mechanisch weiten

Kartoffelflecken auf Stoffschuhen oder vom Alkohol ausgeblichene Stellen wünscht sich natürlich niemand für seine Schnürschuhe. Deswegen gibt es noch weitere Techniken, mit denen man einen Schuh erfolgreich dehnen kann, ohne dass chemische Mittel notwendig sind. Ganz bekannt sind beispielsweise sogenannte Schuhspanner. Dabei handelt es sich um eine Art Werkzeug, mit dem der Schuh mechanisch geweitet wird. Ein Schraubschuhspanner wird in das Innere des Schuhs eingesetzt und dort soweit aufgeschraubt, bis die Nähte etwas gedehnt werden. Um Schäden wir gerissene Nähte oder eine gebrochene Laufsohle zu vermeiden, sollte man beim Schuhspannen jedoch vorsichtig vorgehen und die Spannung nur nach und nach steigern. Wird die Technik korrekt ausgeführt, sind die Schuhe anschließend fast bis zu einer halben Schuhgröße weiter. Der Vorteil eines Schuhspanners liegt vor allem darin, dass er für verschiedene Schuhe eingesetzt werden kann und bei richtiger Anwendung keine Gefahr für den Schuh darstellt. Darüber hinaus macht es auch Sinn, die Schuhe mit einem Schuhspanner auszustatten, wenn diese länger nicht getragen werden. Das Werkzeug sorgt dafür, dass der Schuh seine Form behält und im Schrank keine Falten wirft. Darüber hinaus gibt es spezielle Schuhdehner, die vor allem bei einer Fußfehlstellung wie dem Hallux Valgus zum Einsatz kommen. Das Formstück weitet den Zehenbereich, sodass die Träger trotz veränderter Stellung der Zehen unter keinen Schmerzen oder drückenden Stellen leiden müssen.

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Traut man sich selbst nicht zu, den Schuh zu dehnen oder besitzt man nicht das passende Werkzeug, kann man seine Schuhe zudem einem qualifizierten Schuster übergeben. Dieser weiß genau, wie er mit den jeweiligen Schuhen umgehen muss, damit diese auf die perfekte Größe geweitet werden, ohne dass Nähte, Stoffteile oder die Sohle beschädigt werden. Im Normalfall dauert das Dehnen beim Fachmann nur einen bis zwei Tage.

Mit kalter oder heißer Luft die Schuhe dehnen

Wenn es besonders schnell gehen soll, bietet sich das Dehnen mit einem Haartrockner an. Dazu zieht man besonders dicke Socken an und schlüpft anschließend in die zu kleinen Schuhe. Nun wird der Haartrockner auf die Füße gerichtet und eingeschaltet. Durch die Wärme dehnen sich die Materialien, sodass man ein paar Minuten später mit weiteren Schuhen belohnt wird. Beim Erwärmen der Schuhe sollte man sich in erster Linie auf die typischen Druckstellen wie den Fersen- und Zehenbereich konzentrieren, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Eine Alternative zur warmen Luft des Haartrockners stellt die Prozedur im Eisfach dar. Dazu wird ein Gefrierbeutel mit Wasser gefüllt und luftdicht verschlossen. Der Wasserbeutel wird in den Schuh gegeben, der anschließend für mehrere Stunden ins Gefrierfach gelegt wird. Weil sich das Wasser im Schuh ausdehnt, weitet sich das Material. Mit dieser Technik lässt sich jedoch meist nur der vordere Bereich des Schuhs dehnen.

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Materialien beim Weiten berücksichtigen: Während Schuhe aus Echtleder meist sehr gut mit warmer Luft zurechtkommen, sieht das bei Sandalen mit Korksohle oder mit Kunststoffriemchen etwas anders aus. Die Hitze beziehungsweise Kälte beschädigt das Material eventuell nachhaltig, sodass sich die Techniken nicht für alle Schuhe anbieten. Vorab sollte man also wissen, ob das jeweilige Schuhwerk empfindlich auf bestimmte Temperaturbereiche reagiert.

Dehnung der Schuhe lohnt sich in mehrfacher Hinsicht

Blasen und Druckstellen an den Füßen sehen nicht nur unschön aus, sie verursachen zudem Schmerzen und schränken die Bewegungsfähigkeit ein. Allein deswegen lohnt es sich in den meisten Fällen, Stiefel, Sneakers oder Pumps zu dehnen.

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Obwohl man sich vorab mit den verschiedenen Techniken auseinandersetzen sollte, versprechen das Dehnen und Weiten der Schuhe verschiedene Vorteile:

  • Zu kleine Schuhe werden passend gemacht
  • Schuhe müssen nicht umgetauscht oder entsorgt werden
  • Schuhspanner sorgen gleichzeitig dafür, dass die Schuhe ihre Form behalten
  • Viele Hausmittel sind besonders günstig und einfach durchzuführen

Es gibt allerdings auch einige Nachteile zu beachten:

  • Erfolg ist nicht garantiert
  • Nicht jede Dehnungstechnik ist für alle Schuhe geeignet
  • Schuhe können beim Weiten Schaden nehmen

Ist man sich unsicher, welche Technik die richtige ist und ob der eigene Schuh überhaupt geweitet werden kann, lohnt sich die Beratung beim Schuster. Oftmals bietet dieser das Weiten der Schuhe zudem relativ preiswert an, sodass man sich im Zweifelsfall besser direkt an den Experten wendet.

Wenn das Dehnen länger dauert als erwartet

Selbst wenn man einen Leder Hausschuhe mit einem Schuhspray oder hochprozentigem Alkohol behandelt hat, dauert es oftmals mehrere Stunden, bis der Schuh optimal sitzt. Verwendet man einen Schuhspanner oder Schuhdehner, muss man die Schuhe zwar nicht unbedingt anziehen, oftmals benötigt man die Stiefel oder Schnürschuhe jedoch sofort. Sogenannte Gelkissen und Gelpads, die sowohl im Schuhfachhandel als auch in der Drogerie erhältlich sind, vermeiden die Entstehung von Blasen und Schmerzen. Die weichen Kissen werden in den Schuh gelegt oder geklebt und stellen eine Art Polster dar. Dadurch lassen sich aufgeriebene Druckstellen sehr gut vermeiden. Sobald der Schuhe die richtige Weite besitzt, können die Hilfsmittel wieder entfernt werden. Ist es bereits zu Blasen an den Füßen gekommen, können diese mit speziellen Blasenpflastern behandelt werden. Die Pflaster werden über die Blase geklebt, sodass diese luftdicht verschlossen und ein Eindringen von Bakterien verhindert wird. Damit es erst gar nicht zu den schmerzenden Stellen kommt, sollten Schuhe im Idealfall vor dem Kauf anprobiert und gegebenenfalls umgetauscht werden.

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Bildnachweise: toa555 / Fotolia.com, Amazon/ Alberola

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